Erfolgskontrolle Wildbienen

01. Jun 2026

Förderprojekte für Wildbienen zeigen Wirkung

Die Gemeinde Steffisburg engagiert sich seit Jahren gezielt für die Förderung von Wildbienen – mit Erfolg. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Erhebung zeigt deutlich, dass die umgesetzten Massnahmen wirken: An vier verschiedenen Standorten konnten insgesamt 85 Wildbienenarten nachgewiesen werden, darunter sieben seltene Arten. Selbst der Verkehrskreisel an der Stockhornstrasse bietet heute 21 Wildbienenarten Lebensraum und Nahrung.

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde verschiedene Projekte zur Förderung der Wildbienen realisiert. Am Industrieweg, am Pappelweg und beim Verkehrskreisel an der Stockhornstrasse wurden künstliche, neue Lebensräume geschaffen. Um den Erfolg der Massnahmen kontrollieren zu können, wurde eine Wildbienenspezialistin beauftragt, das Vorkommen der Wildbienen an den geschaffenen Standorten systematisch zu erfassen und zu dokumentieren. Ebenfalls miteinbezogen wurden die natürlichen Lebensräume an der Zulg. Die Erfolgskontrolle erfolgte auch im Interesse und mit finanzieller Unterstützung des Kantons Bern, da das Wildbienenprojekt am Industrieweg Teil des gemeinsamen Aktionsplans zur Wildbienenförderung der Kantone Bern, Aargau und Zürich ist.

Die Ergebnisse der Erhebung sind erfreulich und übertreffen die Erwartungen. Besonders bemerkenswert sind die hohe Artenvielfalt, der Anteil seltener Arten sowie die Erkenntnis, dass sich Wildbienen durch gezielte Nist- und Nahrungsangebote erfolgreich fördern lassen. Insgesamt wurden 85 verschiedene Wildbienenarten festgestellt. Darunter befinden sich drei gefährdete sowie vier potenziell gefährdete Arten. Besonders erfreulich ist zudem, dass in Steffisburg fünf der sechs Zielarten des kantonalen Aktionsplans vorkommen. Die artenreichsten Flächen befinden sich am ökologisch aufgewerteten Pappelweg, während entlang der Zulg die meisten Individuen beobachtet wurden.

Die positiven Ergebnisse zur Förderung der Wildbienen bestätigen den eingeschlagenen Weg bei der Biodiversitätsförderung. Der zukünftige Schwerpunkt liegt in der Erweiterung der Wildbienengebiete und der Vernetzung zwischen Zulg und Aare.

Abb. 1: Wildbienenstandort Pappelweg: Sandfläche und lückig bewachsene Flächen für bodennistende Wildbie-nenarten, Totholzstrukturen für oberirdisch nistende Arten, Blumenwiese als Nahrungsangebot
Abb. 1: Wildbienenstandort Pappelweg: Sandfläche und lückig bewachsene Flächen für bodennistende Wildbie-nenarten, Totholzstrukturen für oberirdisch nistende Arten, Blumenwiese als Nahrungsangebot

"Das Schöne ist, dass Wildbienen bereits mit einfachen Massnahmen wirksam gefördert werden können", sagt Elisabeth Kopp, Fachfrau für Natur und Umwelt der Gemeinde. Da Wildbienen auf Nektar und Pollen angewiesen sind, benötigen sie ein kontinuierliches Blütenangebot über die gesamte Saison hinweg. Ein gestaffeltes Mähen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten nutzt zudem offene Bodenstellen an sonnigen Standorten zur Fortpflanzung. Weil Wildbienen meist nur wenige hundert Meter zurücklegen, sind nahe beieinanderliegende Blütenpflanzen und Nistplätze entscheidend. "Gerade im Siedlungsraum mit seinen vielfältigen Gärten liegt ein grosses Potenzial für die Förderung von Wildbienen", sagt Elisabeth Kopp. Die Gemeinde ruft deshalb die Bevölkerung dazu auf, ebenfalls einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt zu leisten. Eine Übersicht mit geeigneten Massnahmen zur Förderung von Wildbienen kann ab sofort bei der Gemeinde bezogen oder über die Gemeindehomepage heruntergeladen werden.

Weitere Unterlagen auf unserer Website:

Merkblatt Wildbienenförderung
Eintrag Biodiversität

Hier können Sie den Medienbericht als PDF downloaden.

Datenschutzhinweis

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen.