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17.01.2018 16:16:15


Finanzplan 2018–2022 und Budget 2018

Das Wichtigste in Kürze

Der Gemeinderat hat das Budget 2018 zuhanden des Grossen Gemeinderates verabschiedet. Das Budget schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 948'500. Die Steueranlage bleibt unverändert bei 1,62 Einheiten und auch der Ansatz der Liegenschaftssteuer von 1.2 ‰ bleibt gleich. Das Ergebnis wird durch Sondereffekte beeinflusst.

In der Finanzplanung sind nebst Investitionen für den Hochwasserschutz, Erschliessungsprojekte und die Sanierung von Schulanlagen im Sinne einer Absichtserklärung hohe Investitionen für ein neues Schul-, Kultur- und Sportzentrum eingestellt. Diese Ausgaben und die Folgekosten können momentan noch nicht vollständig aus selbsterwirtschafteten Mitteln finanziert werden. Der Gemeinderat arbeitet deshalb engagiert an Lösungen für die Finanzierung, welche tragbar sind und genügend Selbstfinanzierung garantieren.

Finanzplan 2018–2022

Die Erfolgsrechnung des Allgemeinen Haushalts schliesst bei einer konstanten Steueranlage von 1,62 Einheiten in allen Planjahren nach Vornahme von zusätzlichen Abschreibungen ausgeglichen oder mit einem Ertragsüberschuss ab.

Zusätzliche Abschreibungen werden vorgenommen, wenn in der Erfolgsrechnung des Allgemeinen Haushalts ein Ertragsüberschuss ausgewiesen wird und die Abschreibungen kleiner sind als die Nettoinvestitionen. In den Jahren 2017 bis 2020 ergeben sich zusätzliche Abschreibungen von CHF 12,2 Millionen, mit welchen die finanzpolitische Reserve geäufnet werden muss. Das Rechnungsergebnis wird bekanntlich während 16 Jahren durch einen buchmässigen Ertrag aus der Auflösung der Spezialfinanzierung Ausgliederung EWV/Net Zulg AG um CHF 1,5 Millionen jährlich verbessert, obwohl dadurch kein zusätzliches Geld vorhanden ist. Aus dem Verkauf von Grundstücken an der Scheidgasse und am Dükerweg ergeben sich einmalige Buchgewinne von CHF 1,9 Millionen und eine einmalige Auflösung der Neubewertungsreserve von CHF 2,4 Millionen.

Erstmals enthalten sind Mehrerträge aus der Allgemeinen Neubewertung 2020 der nichtlandwirtschaftlichen Grundstücke. Die Zunahme der Liegenschaftssteuer von CHF 630'000 pro Jahr basiert derzeit auf Schätzungen, ergibt aber in der Planungsperiode insgesamt neue Erträge von rund CHF 1,9 Millionen.

Die beabsichtigten Nettoinvestitionen betragen in den Jahren 2017 bis 2022 CHF 40,7 Millionen. Die Investitionen (inkl. Spezialfinanzierungen und Beteiligung) können nur zu 63,5 % aus eigenen Mitteln finanziert werden. Im Allgemeinen Haushalt ergibt die Planung einen durchschnittlich Selbstfinanzierungsgrad von 71 %. Über die Zeitspanne 2017 bis 2022 wird eine Selbstfinanzierung von CHF 25,9 Millionen erwartet. Dies ergibt einen Finanzierungsfehlbetrag von CHF 14,8 Millionen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass diese Summe auch sämtliche Ausgaben und Folgekosten für die Umsetzung des Sportplatzkonzeptes beinhaltet, diese aber erst realisiert werden, wenn die Finanzierung durch entsprechende Massnahmen gesichert ist.

Budget 2018

Der Gemeinderat unterbreitet dem Grossen Gemeinderat folgendes Budget 2018:






Der Gesamthaushalt schliesst bei einem Aufwand von CHF 67'163'600 bzw. Ertrag von CHF 68'112'100, nach Vornahme von systembedingten zusätzlichen Abschreibungen von CHF 2'076'800, mit einem Ertragsüberschuss von CHF 948'500.00 ab. Beim Allgemeinen Haushalt ist ein Ertragsüberschuss von CHF 2'007'100 budgetiert. Per 1. Januar 2018 wird ein neues Modell für die Verrechnung des Abwassers mit einer wiederkehrenden Grund- und Verbrauchsgebühr eingeführt.

Der gesamte Personalaufwand steigt gegenüber 2016 um 1,71 % auf CHF 13,2 Millionen. Gegenüber dem Budget 2017 steigt der Personalaufwand um CHF 237'000. Der Sach- und übrige Betriebsaufwand beträgt CHF 10,0 Millionen. Dies ist insgesamt CHF 444'000 weniger als im Budget 2017. Gegenüber der Rechnung 2016 resultiert eine Zunahme von 8,7 % oder CHF 804'000.

Die Sozialhilfe, der öffentliche Verkehr, die Lehrerlöhne sowie die Beiträge an die Ergänzungsleistungen und die Familienzulagen für Nichterwerbstätige sind Verbundaufgaben, welche vom Kanton und den Gemeinden gemeinsam finanziert werden. Zusammen mit dem Lastenverteiler „Neue Aufgabenteilung“ verursachen die Lastenverteilungssysteme Ausgaben von CHF 21,3 Millionen. Die Zunahme gegenüber dem Budget 2017 beträgt CHF 349'000. Die ordentlichen Beiträge beanspruchen knapp 55 % des gesamten Steuerertrags oder CHF 1'348 pro Einwohner.
Dokumente Budget_2018.pdf (pdf, 3626.3 kB)
Finanzplan_2018-2022.pdf (pdf, 630.8 kB)


Datum der Neuigkeit 26. Nov. 2017
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