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16.01.2018 19:02:29


Den Schmerz an die Leine nehmen

Zwei erfahrene Fachfrauen der Rheumaliga Bern sind im ganzen Kanton Bern unterwegs, um Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung bei Rheuma und chronischen Schmerzen aufzuzeigen. Das Angebot stösst mit seiner positiven Botschaft auch in Steffisburg auf reges Interesse.

Schweizweit leiden rund 1.5 Mio. Menschen unter rheumatischen Beschwerden. Dabei sind Rheumabetroffene oft mit chronischen Schmerzen konfrontiert eine tägliche Herausforderung! Am Vortrag der Rheumaliga Bern vom 26. Oktober in Steffisburg stand denn auch das Thema "Lebensqualität im Alltag trotz chronischer Schmerzen" im Vordergrund. Die Fachkommission für Seniorenfragen Steffisburg, die reformierte Kirchgemeinde Steffisburg und der Frauenverein Steffisburg organisierten diese Veranstaltung, welche in der Aula der Schulanlage Schönau Steffisburg stattfand. 120 Personen folgten der Einladung.

Die Grussworte der Gemeinde Steffisburg überbrachte Gemeindepräsident Jürg Marti. Gemeinderätin Elisabeth Schwarz, Vorsteherin Soziales, führte durch den Anlass. Die beiden Referentinnen Lucia Illi (Ergotherapeutin) und Christine Morger (Sozialarbeiterin) erläuterten anhand von Fallbeispielen, praktischen Übungen und Methoden des Schmerzmanagements, dass eine Steigerung der Lebensqualität trotz chronischer Schmerzen möglich ist.

Wirksam gegen den Schmerz

Wie ist es möglich, chronische Schmerzen in den Griff zu bekommen? Anhand von Fallbeispielen wird im einstündigen Vortrag auf den positiven Effekt von verschiedenen wichtigen Verhaltensweisen hingewiesen: Regelmässige Bewegung, das Einsetzen von Hilfsmitteln zur Entlastung von schmerzenden Gelenken, das Einüben von ergonomischen Arbeitshaltungen usw. Dazu kommen Themen wie mentales Training, Mobilisieren eigener Ressourcen, Entspannungsmethoden, eine gute medizinische Betreuung und vieles mehr.

Als eindrückliches Bild zeigen die beiden Frauen einen Hund, der sein Herrchen mitreisst und erst lernen muss, brav an der Leine zu gehen. "Schmerzen sollten nicht Ihren Alltag dirigieren. Sie sollten den Schmerz steuern können", erklärte Illi dem interessierten Publikum. "Unterschiedliche Bewegungsabläufe sind wichtig für das Wohlbefinden". Illi forderte die Anwesenden gleich auf, mit ihr ein paar Gymnastikübungen auszuprobieren, die leicht in den Alltag integriert werden können. Erst zaghaft, dann voller Elan, lassen die Frauen und Männer ihre Schultern kreisen. Gelockert werden dabei auch die Bauchmuskeln, sorgten doch die Bewegungen für viele Lacher.

"Im Alltag von Betroffenen gibt es verschiedene Strategien der Krankheitsbewältigung", ist ein weiteres Credo von Morger in ihrem Vortrag. Dazu kamen noch Fragen, die zum Nachdenken anregten: "Was sind Ihre Energiefresser?" oder "Was sind Ihre Energiespender?".

All die Botschaften wurden vom Publikum rege aufgenommen und beim anschliessenden gemütlichen Beisammensein intensiv diskutiert.

Datum der Neuigkeit 16. Nov. 2017
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