Willkommen auf der Website der Gemeinde Steffisburg



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

News

Energiebilanz Steffisburg – Ist-Zustand und Potenziale

Wo steht Steffisburg auf ihrem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft? Wie ist das Potenzial in Steffisburg lokale erneuerbare Energie zu nutzen? Diese und andere Fragen wurden mit einer Energiebilanzierung beantwortet. Deutlich ist, es gibt noch viel zu tun!
Steffisburg hat seine Vorhaben in Energiefragen seit der Unterzeichnung des BEakom und der Erlangung des Energiestadtlabels intensiviert. Doch was bringen die eingeleiteten Massnahmen und wie hoch ist der Energieverbrauch von Steffisburg überhaupt? Mit einer Energiebilanzierung und dem 2000-Watt-Konzept hat sich die Gemeinde eine Basis erarbeiten lassen, um eine Zwischenbilanz ziehen zu können und weitere Massnahmen aufgrund der Resultate zu planen. Die Berechnung erfolgte auf den Verbrauchszahlen aus den Jahren 2014 und 2015. Der Energieverbrauch für Waren und Dienstleistungen ausserhalb der Gemeinde wurden nicht berücksichtigt, da lokale Zahlen nicht vorliegen. Ressourcen- und wasserintensive Produkte wie Fleisch, exotische Früchte, Metalle und andere Rohstoffprodukte würden dabei besonders schwer ins Gewicht fallen.

Die Resultate zeigen, dass der Energieverbrauch in Steffisburg mehr als doppelt so hoch ist wie das angestrebte Ziel von 2000 Watt pro Kopf. Die Treibhausgas-Emissionen sind sogar sechsmal höher als die klimaverträgliche eine Tonne pro Person und Jahr. Gut die Hälfte der Treibhausgase wird in Steffisburg durch die Mobilität verursacht. Die auf Steffisburger Boden produzierte erneuerbare Energie macht einen Anteil von 2 % beim Strom und 9.5 % bei der Wärme am Gesamtenergieverbrauch aus. Steffisburg hat ein hohes Potenzial in der Sonnenenergie und der Umweltwärme, die es gilt, optimal zu nützen. Die Deckung mit lokaler Energie ist bis zu 42 % beim Strom und 66 % bei der Wärme möglich (Annahme auf 80 % der möglichen Dachflächen werden PV-Anlagen installiert, auf 20 % thermische Solaranlagen). Eine Wiederholung der 2000-Watt-Bilanzierung wird in sechs Jahren durchgeführt, ein Überprüfen und Überdenken der Massnahmen erfolgt laufend.

Wie sieht nun eine mögliche Energie-Zukunft von Steffisburg aus? Welche Massnahmen sollten vertieft oder neu ergriffen werden? Die bestehenden Massnahmen mit dem energiepolitischen Programm im Rahmen von Energiestadt, dem Überkommunalen Richtplan Energie und dem seit diesem Jahr bestehenden kommunalen Förderprogramm Energie weisen eine hohe Kohärenz im Hinblick auf die 2000-Watt Zielsetzung auf. Diese Instrumente gilt es, konsequent ein- und umzusetzen und periodisch anzupassen.

Es zeigt sich, dass das neue Förderprogramm Energie die richtigen Massnahmen fördert, da es hauptsächlich darauf abzielt, die Effizienz der Häuser (Wärmedämmung, effiziente Geräte) und der Betriebe zu verbessern sowie fossile Heizungen durch solche mit erneuerbaren Energieträgern zu ersetzen. Die Entwicklung des grossen Solarpotenzials soll überprüft und allenfalls mit ergänzenden Massnahmen gefördert werden. Damit wird erreicht, dass der viel zu hohe Ausstoss an Treibhausgasen reduziert wird. Zudem werden mit den Leuchtturmprojekten und den Aktionen Energieeffizienz-Projekte gefördert. Die anstehende Ortsplanrevision unterstützt weitere wichtige Themen unter anderem im Bereich Energie (Überprüfung der Energieträger, Wärmeverbünde, etc.), Bauen, Mobilität und Infrastruktur. Die Mobilitätsplanung muss Anreize schaffen, damit der motorisierte Individualverkehr abnimmt, z.B. durch Verbesserungen im Bereich Langsamverkehr und öffentlicher Verkehr, mit dem Ausbau des Angebots nachhaltiger Mobilität oder von Sharing-Angeboten. Weiter soll die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe und deren Beratung verbessert werden, ergänzt mit einem Energie-Apéro bei welchem sich die Unternehmer gegenseitig austauschen. Neben der Effizienzsteigerung und dem Erhöhen des Anteils lokaler erneuerbarer Energie kann auch der Einkauf von erneuerbaren Energien mittels Zertifikaten die Erreichung der 2000-Watt-Zielen unterstützen. Der Zertifikatshandel kann sowohl innerhalb der Gemeinde als auch über die Gemeindegrenze hinaus erfolgen. Innerhalb der Gemeinde können so Konsumenten, welche keine Möglichkeit haben, erneuerbare Energie zu produzieren (z.B. Mieter), lokale erneuerbare Energie mit dem Einkauf fördern.

Das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft kann nur durch die Verbesserung der Effizienz, den Ersatz gewisser Techniken und durch das Überdenken und Anpassung unserer Lebensweise erreicht werden.  Zum Beispiel das mit fossilen Treibstoffen angetriebene Auto durch ein Auto mit Elektroantrieb ersetzen oder öfter auf das Auto und die Flugreise verzichten, heizen nur so viel als nötig und den Warmwasser- und Stromverbrauch reduzieren. Im Gegenzug dazu, das eigene zu Hause öfter geniessen und die Schönheiten der nahen Regionen zu Fuss oder mit dem Velo erkunden.

Was wird gemacht: Die Gemeindeverwaltung als gutes Vorbild


  • Bei jeder längerer Pause werden die PC/Bildschirme abgeschaltet und das Licht gelöscht
  • Wo möglich Einsatz von LED-Lampen
  • Bezug Strom erneuerbar mit Zukauf Ökostrom und Mehreinkauf Biogas
  • Energiebuchhaltung zur Überprüfung des Energieverbrauchs
  • Schulung des Energiewissens der Hauswarte für eine optimale Regelung der Anlagen
  • 2 Flyer zur Reduktion der Geschäftsfahrten mit dem Auto
  • Ein Mobilitätsmanagement in der Verwaltung soll noch mehr Anreize schaffen, ab und zu das Auto zu Hause zu lassen (in Bearbeitung)
  • Teilnahme Bike to work, im Mai/Juni 2016 wurden gut 7000 km mit dem Velo gefahren
  • E-Ladestation in der Einstellhalle
  • Sanierung und Neubau von kommunalen Gebäuden mit hohem Dämmstandard
  • Nachhaltige Beschaffung


Datum der Neuigkeit 17. März 2017